📉 Inflationsrechner 2026

Was ist Ihr Geld heute noch wirklich wert?

Berechnen Sie sofort den Kaufkraftverlust durch Inflation – für jeden Betrag und jeden Zeitraum ab 2000.

Inflation frisst Ihr Erspartes – aber wie viel genau?

100 € im Jahr 2000 haben heute eine ganz andere Kaufkraft als damals. Durch die Inflation der letzten Jahre – besonders den Preisschub 2022 mit fast 7 % – hat Geld auf dem Sparbuch massiv an Wert verloren. Unser Rechner zeigt Ihnen in Sekunden, wie viel ein bestimmter Betrag in einem früheren Jahr heute wert wäre.

Nutzen Sie den Rechner um Gehaltserhöhungen zu bewerten, Ersparnisse einzuschätzen oder einfach zu verstehen, wie die Inflation Ihre Kaufkraft beeinflusst hat.

🧮 Kaufkraftverlust berechnen
Jahr in dem der Betrag vorlag
Jahr mit dem verglichen wird (Standard: 2026)
Kaufkraftverlust
Heutiger Gegenwert
Ursprungsbetrag
Kaufkraft heute
Preissteigerung

* Berechnung auf Basis des Verbraucherpreisindex (VPI) Deutschland. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis).

📊 Inflationsraten Deutschland 2000–2026
JahrInflationsrateBesonderheit
20001,4 %Stabile Phase
20052,0 %Normales Niveau
20082,6 %Finanzkrise, Ölpreishoch
20090,3 %Rezession, Deflationsgefahr
20150,3 %Niedrigstinflation
20191,4 %Vor-Corona-Niveau
20213,1 %Post-Corona Nachholeffekte
20226,9 %Energiekrise, Ukraine-Krieg
20235,9 %Weiter erhöhtes Niveau
20242,2 %Normalisierung
20252,3 %Stabiles Niveau
2026~2,1 %Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis). Jahresdurchschnittswerte.

❓ Häufige Fragen zur Inflation
Was ist Inflation?
Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus über einen bestimmten Zeitraum. Sie bedeutet, dass man für denselben Geldbetrag im Laufe der Zeit weniger Waren und Dienstleistungen kaufen kann – die Kaufkraft des Geldes sinkt. Eine moderate Inflation von etwa 2 % gilt als gesund für die Wirtschaft und ist das erklärte Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB).
Wie wird die Inflationsrate gemessen?
Das Statistische Bundesamt (Destatis) misst die Inflation anhand des Verbraucherpreisindex (VPI). Dieser bildet die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs ab, der typische Ausgaben privater Haushalte widerspiegelt – von Lebensmitteln über Miete bis zu Energie, Kleidung und Dienstleistungen. Monatlich werden die Preise von rund 650 Gütern und Dienstleistungen erhoben.
Warum war die Inflation 2022 so hoch?
Die Inflationsrate von 6,9 % im Jahr 2022 – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung – hatte mehrere Ursachen: Der Ukraine-Krieg ließ Energiepreise explodieren, Lieferkettenprobleme nach der Corona-Pandemie verknappten Waren, und aufgestaute Nachfrage traf auf begrenztes Angebot. Besonders Energie (+34 %) und Lebensmittel (+13 %) verteuerten sich drastisch.
Was bedeutet Kaufkraftverlust für Sparer?
Kaufkraftverlust bedeutet, dass Geld auf dem Sparbuch real weniger wert wird. Wer 2015 10.000 € gespart hat und keine oder geringe Zinsen erhielt, kann sich dafür 2026 statistisch deutlich weniger kaufen. Reale Rendite = Nominalzins minus Inflationsrate. Bei 0,1 % Zinsen und 5 % Inflation beträgt die reale Rendite −4,9 % – ein erheblicher Verlust.
Wie kann ich mich vor Inflation schützen?
Klassische Inflationsschutz-Strategien: Aktien und ETFs haben langfristig die Inflation übertroffen. Immobilien gelten als Sachwert mit Inflationsschutz. Inflationsgeschützte Anleihen (z. B. Bundeswertpapiere) passen die Rendite an die Inflation an. Gold gilt als Wertspeicher, schwankt aber stark. Wichtig: Diversifikation über mehrere Anlageklassen.
Was ist der Unterschied zwischen Inflation und Deflation?
Inflation = steigende Preise, sinkende Kaufkraft. Deflation = sinkende Preise, steigende Kaufkraft. Während moderate Inflation (~2 %) als gesund gilt, kann starke Deflation eine wirtschaftliche Abwärtsspirale auslösen: Verbraucher schieben Käufe auf (Preise fallen noch weiter), Unternehmen machen Verluste, Löhne sinken, die Wirtschaft schrumpft. Deshalb bekämpfen Notenbanken sowohl starke Inflation als auch Deflation aktiv.
Quellen (Stand 2026)
📖 Ratgeber: Inflation verstehen und richtig reagieren

Was Inflation mit Ihrem Geld macht

Inflation ist unsichtbar aber wirkungsvoll. Während Ihr Kontostand gleich bleibt, verliert das Geld real an Wert. Wer 2010 10.000 € auf einem unverzinsten Konto liegen hatte, besitzt heute nominell noch 10.000 € – kann sich dafür aber deutlich weniger kaufen. Laut Verbraucherpreisindex sind die Preise in Deutschland zwischen 2010 und 2026 um über 40 % gestiegen.

Die größten Inflationstreiber in Deutschland

Energie ist der bedeutsamste Inflationstreiber. Wenn Strom, Gas und Benzin teurer werden, steigen die Preise fast aller anderen Waren mit – denn Transport und Produktion kosten mehr. Danach folgen Lebensmittel, Mieten und Dienstleistungen. Die Inflationswelle 2022/2023 wurde primär durch den Ukraine-Krieg und die daraus folgende Energiekrise ausgelöst.

Inflation und Geldanlage – was Sie wissen müssen

Die sogenannte reale Rendite einer Geldanlage ergibt sich aus dem Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Ein Tagesgeldkonto mit 3 % Zinsen bei 2,5 % Inflation ergibt eine reale Rendite von nur 0,5 %. Klassische Sparbücher mit 0,1 % Zinsen bedeuten bei 5 % Inflation einen realen Verlust von 4,9 % pro Jahr. Langfristig schlagen Aktieninvestments die Inflation in aller Regel.

Inflation und Gehalt – die stille Lohnkürzung

Wer seit Jahren keine oder zu geringe Gehaltserhöhungen erhalten hat, wurde real schlechter gestellt. Eine Gehaltserhöhung von 3 % bei gleichzeitiger Inflation von 5 % bedeutet einen realen Kaufkraftverlust von 2 %. Nutzen Sie unseren Rechner um zu prüfen, ob Ihre Gehaltserhöhungen der Inflation standgehalten haben.

Die Rolle der EZB bei der Inflationsbekämpfung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das Mandat, die Inflation im Euroraum bei mittelfristig 2 % zu halten. Ihr wichtigstes Werkzeug ist der Leitzins: Höhere Zinsen verteuern Kredite, bremsen die Nachfrage und senken damit den Preisdruck. 2022–2023 erhöhte die EZB die Zinsen in beispiellosem Tempo von nahe null auf über 4 %, um die Rekordinflation zu bekämpfen.

Inflation richtig einschätzen – persönliche Inflationsrate

Der offizielle Verbraucherpreisindex ist ein Durchschnittswert. Ihre persönliche Inflationsrate kann davon abweichen – je nachdem wie viel Sie für Energie, Miete und Lebensmittel ausgeben. Wer viel Auto fährt, spürte 2022 eine deutlich höhere persönliche Inflation. Wer überwiegend Lebensmittel aus dem Discounter kauft, war weniger stark betroffen als der Durchschnitt.